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20 Milliarden Euro für mehr Bildungsgerechtigkeit: Das Startchancen-Programm

Förderprogramm für benachteiligte Schüler

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger verkündete die Einigung in Berlin: „Wir haben es geschafft: Das größte und langfristige Bildungsprojekt der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland steht.“ Das Programm sei eine Investition in die Zukunft, um erfolgreiche Bildungsbiografien zu fördern und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken.

Über die nächsten zehn Jahre wird der Bund jährlich eine Milliarde Euro in das Programm investieren. Die Länder beteiligen sich in gleicher Höhe. Ziel ist es, die Mittel gezielt dort einzusetzen, wo die Herausforderungen am größten sind. Besonders berücksichtigt werden Schulen mit hohem Anteil an Kindern aus armutsgefährdeten Familien und mit Migrationshintergrund. Die Auswahl der geförderten Schulen erfolgt durch die Länder selbst, wobei der neue Sozialindex verwendet wird, der sich nach Migrantenanteil, Armutsgefährdungsanteil und wirtschaftlicher Schwäche richtet.

Zielgerichtete Unterstützung

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Grundschulen, die 60 Prozent der Fördermittel erhalten sollen. Hier werden die entscheidenden Weichen für den Bildungserfolg gestellt. Weitere 40 Prozent der Mittel fließen in weiterführende und berufliche Schulen.

Das Startchancen-Programm ist in drei zentrale Säulen gegliedert:

  1. Infrastruktur und Ausstattung: 40 Prozent der Mittel werden für eine lernförderliche Infrastruktur verwendet, um attraktive Lernräume zu schaffen.
  2. Chancenbudget: 30 Prozent fließen in bedarfsgerechte Maßnahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung, die Schulen autonom verwalten können.  
  3. Stärkung multiprofessioneller Teams: 30 Prozent werden für schulische Sozialarbeit und Unterstützungsteams verwendet, um Lehrkräfte zu entlasten und die Schüler besser zu unterstützen.

Das Programm zielt darauf ab, die Basiskompetenzen in Lesen, Schreiben und Rechnen zu stärken und den negativen Trend in der Kompetenzentwicklung zu stoppen. So soll der enge Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg durchbrochen werden. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Programms sollen sicherstellen, dass die gewonnenen Erkenntnisse dem gesamten Schulsystem zugutekommen.


Mehr Infos zum Startchancen-Programm

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