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© BVR/ Torsten Ahrendt

Finanzführerschein der Volksbank Niedersachsen-Mitte: Geldwissen für den Alltag

Geldgeschäfte besser verstehen 

Im Workshop geht es unter anderem um Überweisungen und Lastschriften, girocard und Kreditkarte, Kontoauszüge und Kontoeröffnung. Auch Fragen wie „Was ist Skimming?“ oder „Wie viele Girokonten darf man haben?“ werden geklärt. Ein weiteres Thema ist das Onlineshopping. „Gerade beim Onlineshopping ist der Reiz natürlich groß, einfach später zu bezahlen“, sagt Stefanie Müller, Bankkauffrau und -betriebswirtin bei der Volksbank Niedersachsen-Mitte. „Aber genau da kann man schnell den Überblick verlieren.“ Aus ihrer langjährigen Arbeit in der Kundenberatung weiß sie, wie sich kleine finanzielle Entscheidungen summieren können. 

Dabei geht es nicht darum, den Jugendlichen etwas auszureden. Sie sollen verstehen, wie die verschiedenen Angebote funktionieren und welche Folgen ihre Entscheidungen haben können. 

Mit Übungen Zusammenhänge verstehen 

Im 90-minütigen Workshop wird gefragt, diskutiert und gerechnet. Außerdem gibt es Beispiele, kleine Übungen und Gruppenarbeit. Immer wieder geht es um Situationen, die die Jugendlichen aus ihrem Alltag kennen. Stefanie Müller beantwortet Fragen, erklärt Zusammenhänge und ordnet die Ergebnisse gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ein. 

Bei einer Übung nutzen die Jugendlichen beispielsweise einen SCHUFA-Simulator. In Kleingruppen erhalten sie fiktive Personenprofile mit Angaben zu Handyverträgen, Ratenkäufen und Immobilienbesitz. Die Werte geben sie in den Simulator ein, der daraus einen SCHUFA-Score berechnet und damit die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern einschätzt. Anschließend vergleichen und besprechen die Gruppen ihre Ergebnisse. So wird deutlich, wie sich verschiedene finanzielle Verpflichtungen auf die Bonität auswirken können. Für viele ist neu, dass mehrere kleine Verträge zusammen zu einer schlechten Bonität führen können. 

Spätestens bei den Übungen und Gruppenarbeiten zeigt sich, worum es beim Finanzführerschein geht: Er soll den Jugendlichen helfen, finanzielle Zusammenhänge zu verstehen und im finanziellen Leben nicht unnötig ins Rutschen zu kommen. 

Risiken besser einschätzen und verstehen 

Viele Jugendliche gehen selbstverständlich mit Onlinebanking, Apps und dem Bezahlen per Smartphone um. Das heißt jedoch nicht, dass sie auch wissen, welche finanziellen Folgen sich daraus ergeben können. Hinzu kommt der Einfluss sozialer Medien: Dort sind Konsum und Statussymbole ständig präsent, der Druck mitzuhalten ist entsprechend groß. 

Stefanie Müller weiß aus ihrer langjährigen Arbeit in der Kundenberatung, wie sich kleine Entscheidungen summieren und Verträge mit der Zeit schwerer zu überblicken sein können. Heute arbeitet sie als Trainerin, führt regelmäßig Workshops in Schulen durch und bildet Auszubildende aus. Dass die Mischung aus Erklärungen und praktischen Aufgaben bei den Jugendlichen gut ankommt, zeigen die vielen Aha-Effekte und die begeisterte Resonanz in den Klassen. 

Nach dem Workshop legen die Schülerinnen und Schüler die Finanzführerschein-Prüfung ab, die der theoretischen Führerscheinprüfung nachempfunden ist. Einige Wochen später erhalten sie von der Volksbank Niedersachsen-Mitte ein schriftliches Zertifikat, das ihnen eine finanzielle Grundbildung bescheinigt. 

Finanzielle Bildung ist fester Bestandteil 

Über den Finanzführerschein hinaus engagiert sich die Volksbank Niedersachsen-Mitte mit verschiedenen Angeboten für finanzielle Bildung. Beispielsweise gibt es für Berufseinsteiger Workshops zu Themen wie erstes Gehalt, Sparen, Fördermöglichkeiten und finanzielle Planung. Stefanie Müller bestätigt, dass die Nachfrage nach Angeboten zur finanziellen Bildung groß ist. 

Bericht auf dem Engagementportal vielefuerviele.de  

 

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