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Foto: InnoGrün/Leibniz-Gymnasium St. Ingbert

Genossenschaftliche Werte erleben und umsetzen in der nachhaltigen Schülergenossenschaft „InnoGrün eSG“

Die Idee für die Schülergenossenschaft entstand bereits 2012. In einem ersten Schritt wurde eine außerunterrichtliche Arbeitsgemeinschaft gegründet. Gleichzeitig wurden im Unterricht im Seminarfach zum Thema „Nachhaltigkeit“ wichtige Grundlagen zur Frage der ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung von Mensch und Gesellschaft gelegt. Nach drei Jahren Vorarbeit fand dann schließlich im April 2015 die Gründungsfeier von „InnoGrün“ statt und die bislang erste Schülergenossenschaft des Saarlands wurde offiziell in das Genossenschaftsregister aufgenommen.

Kern von „InnoGrün“ ist es, den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 8 bis 12 langfristig eine neue Perspektive und Zugangsweise zu den Themen Nachhaltigkeit und finanzielle Bildung zu eröffnen. Handlungsorientierung und Lebensnähe verbunden mit der Vermittlung genossenschaftlicher Werte sind zentrale Ansatzpunkte. An einer Schule ohne Berufsschulausrichtung versteht sich die Schülergenossenschaft als ein Angebot, mit dessen Hilfe die Schüler wirtschaftliches Denken und Handeln praktisch und lebensnah erlernen. „Die Schüler übernehmen selbst die Verantwortung bei der Planung, Durchführung und Abrechnung von Projekten. So müssen sie zum Beispiel Kostenkalkulationen erstellen, mit Unterstützung einer Lehrkraft die Buchführung übernehmen, Preise für ihre Produkte festlegen oder Verkaufs- und Marketingstrategien entwickeln“, so Vera Wachs, Bereichsleiterin Vertriebsmanagement und Projektverantwortliche der Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz eG.

Ein langfristiger Ansatz ist auch hier zentral. So können die Schülerinnen und Schüler zur Vorbereitung auf ihre Aufgabe bei „InnoGrün“ Workshops besuchen, die unter anderem von den Projektpartnern der Schülerfirma angeboten werden. Sie bieten den Schülern praktische Hilfen, um ökonomische Prozesse besser zu verstehen und zu erlernen. Gleichzeitig entwickelt sich dabei auch ein Bewusstsein für den eigenen Umgang mit Geld. „Dies ist ein wichtiger Grundpfeiler für das eigene Konsumverhalten und in der Überschuldungsprävention“ so Vera Wachs weiter. Die Philosophie, seine Einnahmen und Ausgaben stets im Blick zu haben und keine Schulden zu machen, wird bereits von allen Beteiligten bei „InnoGrün“ gelebt, denn die Schülergenossenschaft arbeitet nach dem Kostendeckungsprinzip.

Neben den genossenschaftlichen Prinzipien Selbstverwaltung und Selbstverantwortung ist auch der Grundsatz der Solidarität bei „InnoGrün“ zentral. So spendet die Schülerfirma einen Teil ihrer Gewinne an die Partnerschule des Leibniz-Gymnasiums in Simbabwe, Afrika. Ein weiterer Teil fließt als Gegenleistung für die Bereitstellung von Räumen und als Dankeschön für die Unterstützung an die Schule beziehungsweise den Schulförderverein. Und auch der restliche Gewinn der Schülerfirma wurde bislang nicht an die Mitglieder ausgeschüttet, sondern in die Schülergenossenschaft reinvestiert.

Website von „InnoGrün“  
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Informationen der Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz eG   

 

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