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Foto: Fotolia; piyaset

„Schuldenpräventionsprojekt“ gibt Jugendlichen ein Grundgerüst an Werten und Wissen

„Junge Menschen mit Defiziten stehen vor besonderen Herausforderungen. Die Möglichkeiten einer eigenständigen Lebensbewältigung sind zwar grundsätzlich gegeben, Einschränkungen erfahren sie jedoch im alltäglichen Geschäftsverkehr. Hier besteht die Gefahr, dass sie den Anforderungen nicht genügen und finanziell übervorteilt werden. Sie benötigen deshalb besondere Unterstützung auch und vor allem im Bereich finanzieller Kompetenz“, so Melina Welscher Projektverantwortliche beim H-Team e.V. zum Projekthintergrund.

Ziel des Projektes ist es, die Schülerinnen und Schüler für die Risiken einer Überschuldung zu sensibilisieren und eine Überschuldung zu vermeiden. Es geht auch darum, die Eigenverantwortlichkeit, Planungs- und Handlungskompetenz der Lernenden zu stärken. „Die Jugendlichen sollen in der Lage sein, ihren weiteren Lern- Ausbildungs- und Berufsweg so eigenverantwortlich wie möglich zu gestalten. Dazu gehört auch der kompetente Umgang mit Geld. Hierfür will das Projekt ‚Schuldenprävention‘ ihnen ein Grundgerüst an die Hand geben“, erklärt Dr. Antje Kuttner, Leiterin Unternehmenskultur und Marketing der Münchner Bank, die die Patenschaft für das Projekt übernommen hat.

Das Projekt, welches in Förderschulen in und um München durchgeführt wird, behandelt unter anderem Themen wie Verträge, Kontoführung, Budgetplanung oder Folgen von Überschuldung. Alle Inhalte sind dabei an der Lebens- und Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet. So wird das Modul „Verträge“ am Beispiel des Themas Smartphone aufbereitet. „Für Jugendliche ist das Handy ein, wenn nicht sogar das wichtigste Kommunikationsmedium. Leider entwickelt es sich häufig aber auch zu Schuldenfalle“, so Melina Welscher.

Bei der Vermittlung der Inhalte werden Differenzierung und Anschaulichkeit großgeschrieben. So sind die Methoden und Inhalte flexibel an den jeweiligen Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler angepasst. Eine leichte und einfache Sprache sowie einprägsame Beispiele aus der Praxis der Schuldner- und Insolvenzberatung fördern dabei das Verständnis. Aber auch Spiel und Spaß kommen nicht zu kurz, denn Inhalte werden nicht nur in Gesprächen, sondern auch anhand von Kurzfilmen, Quiz- oder Memoryspielen, Musikstücken oder Spielgeld vermittelt.

Da die Lerngeschwindigkeit und Behaltensmöglichkeit der teilnehmenden Jugendlichen eingeschränkt ist, umfasst jedes Modul nicht mehr als zwei Unterrichtsstunden. Darüber hinaus werden die Module in jeder Förderschulklasse an zwei aufeinanderfolgenden Tagen umgesetzt. So haben die Lehrkräfte die Möglichkeit, die Inhalte nachzubereiten und zu vertiefen.

Projektinformationen auf der Webseite von H-Team e.V. 
Arbeitsblätter zur Finanzbildung auf diesem Portal 

 

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