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© Adobe Stock, Miljan Živković

Studie: Eltern statt Influencer – Gen Z kopiert Finanz-DNA aus dem Elternhaus

Eltern als zentrale Finanz-Coaches 

Für 71 Prozent der zwischen 1995 und 2012 geborenen Befragten spielen die Eltern die wichtigste Rolle bei Finanzwissen und Geldanlage. Das Vertrauen in die elterlichen Ratschläge ist hoch: Fast acht von zehn jungen Erwachsenen vertrauen bei grundsätzlichen Finanzfragen den Eltern (77 Prozent). Selbst bei Aktien, Fonds oder ETFs führt das Elternhaus mit 18 Prozent als Informationsquelle und knapp ein Viertel (24 Prozent) vertrauen deren Ratschlägen auch am meisten.

Die befragten Eltern (Jahrgänge 1960–1990) sehen sich zudem selbstbewusst: 89 Prozent halten sich für die wichtigsten Ratgeber, wenn schulische Finanzbildungsangebote fehlen. Doch das Wissen hinkt hinterher – nur rund 54 Prozent konnten mindestens zwei von drei Wissensfragen zu Aktien und Fonds richtig lösen, 46 Prozent gar keine oder nur eine. Eltern mit eigenen aktienbasierten Anlagen punkten besser: gut zwei Drittel (69 Prozent) beantworteten zwei oder drei Fragen korrekt und sprechen häufig über Geld- und Finanzthemen (85 Prozent). Unter den Eltern, die ohne Aktien und Fonds sparen, tun dies nur 61 Prozent. Die Finanzkompetenz der Eltern prägt nämlich den Wissensstand der nächsten Generation.  

Gen Z spiegelt elterliches Anlageverhalten 

Die Studie zeigt zudem, dass die Gen Z das Anlageverhalten der Eltern weitgehend kopiert. Junge Erwachsene, deren Eltern keine aktienbasierten Anlagen besitzen, nutzen vor allem Sparkonten (46 Prozent), Tagesgeld (25 Prozent) und Bausparverträge (21 Prozent); lediglich 36 Prozent von ihnen sparen aktienbasiert. In dieser Gruppe bezeichnen sich 50 Prozent als chancenorientiert, verfügen jedoch häufig nur über begrenztes Wissen zu Aktien und Fonds: 55 Prozent konnten keine oder nur eine der drei Wissensfragen richtig beantworten. Bei Kindern investierender Eltern ist der Anteil aktienbasierter Geldanlage deutlich höher: 74 Prozent investieren ebenfalls in Aktien, Fonds oder ETFs. Gen-Z-Anlegende aus diesen Familien setzen vor allem auf ETFs (69 Prozent), Tages- und Festgeld (54 Prozent) sowie Aktienfonds (50 Prozent); gut ein Drittel legt zudem in Kryptowährungen an (36 Prozent). 

Soziale Medien nachrangig 

Eltern sind für die Generation Z die zentrale Anlaufstelle bei Finanz- und Geldanlagethemen. Hingegen spielen soziale Medien eine eher nachrangige Rolle: Nur zwölf Prozent nutzen sie, um sich über Aktien, Investmentfonds oder ETFs zu informieren; lediglich sieben Prozent vertrauen den dort gefundenen Informationen. Bei Bank- oder Finanzberatern informieren sich 15 Prozent der Befragten, hier vertraut ein Fünftel (20 Prozent). Untergeordnete Rollen als Informationsquellen spielen Internetseiten von Finanzdienstleistern, spezielle Foren sowie Podcasts, TV, Radio und Tageszeitungen. 

Angaben zur Studie  

Befragt wurden 1.006 Angehörige der „Generation Z“, die zwischen 1995 und 2012 geboren sind sowie 1.021 Personen der Jahrgänge 1960 bis 1990 mit einem oder mehreren Kindern, die der GenZ angehören. Die Befragung erfolgte online im April und Mai 2025 in Deutschland. 

Download Studienbooklet auf der Union Investment-Website

 

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