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Video des Studienherausgebers Versorgungswerk MetallRente: Interview mit Studienleiter Professor Klaus Hurrelmann, Hertie School of Governance

Studie: Jugendliche sorgen kaum für das Alter vor

Die Gegenwartsbezogenheit der Jugendlichen bewertet Jugendforscher Prof. Klaus Hurrelmann, Leiter der Studie, zunächst einmal als „absolut nachvollziehbar". Die bei den Jugendlichen festgestellte Zurückhaltung beim Altersvorsorgesparen finden die Forscher jedoch bedenklich. "Auch 15 Jahre nach der Rentenreform hat sich noch keine Kultur zusätzlicher Vorsorge in Deutschland entwickelt", stellt Professor Dr. Christian Traxler, Mitherausgeber der Studie und sein Kollege Hurrelmann Wissenschaftler an der Hertie School of Governance in Berlin fest. Die Politik müsse jetzt die Weichen stellen, um die junge Generation vor Altersarmut zu schützen, so die Herausgeber der Studie.

Insgesamt blickt die Mehrzahl der befragten Jugendlichen optimistisch in die eigene Zukunft. Dabei haben die positiven Erwartungen im Vergleich zu den Ergebnissen der beiden Vorgängerstudien sogar noch einmal zugenommen. Die Entwicklung Deutschlands wird von den Jugendlichen ebenfalls zunehmend positiv bewertet. Jedoch zweifeln sie, mehr als noch in den Jahren zuvor, an der privaten Vorsorge. Mehr und verständlichere Informationen zum Thema Altersversorgung werden von den Jugendlichen gewünscht, um Wissenslücken zu schließen. Zwar geben 54 Prozent der Befragten an, sich beim Thema Finanzen gut auszukennen; um die Kompetenz in Sachen Altersvorsorge ist es aber weitaus schlechter bestellt: 61 Prozent der Jugendlichen wissen nichts mit dem Begriff „betriebliche Altersversorgung“ anzufangen und sogar 73 Prozent wissen nicht, was die Riester-Förderung ist. Wird für das Alter gespart, dann vor allem in Form der betrieblichen Altersversorgung. Der Anteil derjenigen, die sich für diese Art der Absicherung im Alter entscheiden, ist von 31 Prozent im Jahr 2010 auf 40 Prozent im Jahr 2016 gestiegen. Dagegen nutzen weniger junge Leute Riester-Produkte oder private Renten- oder Lebensversicherungen. So sank allein der Anteil derjenigen, die „riestern“, von 50 Prozent im Jahr 2010 auf 42 Prozent im Jahr 2016.

Dennoch zeigen sich die befragten Jugendlichen am Thema Sparen interessiert. Sie geben jedoch an, dass sie dabei Unterstützung „Nudges“ benötigen. So stimmen 65 Prozent der befragten Jugendlichen automatischen Sparregelungen zu. Ist eine solche Sparregel zusätzlich mit einer Ausstiegsmöglichkeit (Drop-Out) und einer Bezuschussung kombiniert, steigt die Zustimmungsrate auf 89 Prozent.

Zentrale Ergebnisse der MetallRente Studie 2016: Jugend, Vorsorge, Finanzen

YouTube-Video „Was ist bAV?“ der MetallRente

TV-Beiträge der ARD zur Studie, dabei Interview mit Professor Hurrelmann

 

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