Rund 20 junge Talente aus Deutschland, Frankreich, Italien (Südtirol), Luxemburg, Österreich und der Schweiz sind beim 56. Internationalen Jugendwettbewerb jugend creativ ausgezeichnet worden. Mit ihren Beiträgen zum Thema „Meer entdecken“ setzten sie sich gegen über 400.000 Einreichungen durch. Sie überzeugten Jurys auf lokaler, regionaler, bundesweiter sowie internationaler Ebene. Die Preise überreichten Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), am 26. Juni 2026 in Berlin.
Die prämierten Werke zeigen die ganze Bandbreite des Themas: detailreiche Korallenriffe ebenso wie eindringliche Bilder zur Verschmutzung der Meere. Die ersten Plätze gingen an Olivia F. aus Frankreich und Michelle S. aus der Schweiz in der Altersgruppe I (6 bis 8 Jahre), Zoé K. aus der Schweiz Altersgruppe II (9 bis 10 Jahre) sowie Polina B. Altersgruppe III (11 bis 14 Jahre) und Nina S. Altersgruppe IV (15 bis 20 Jahre) aus Österreich. Aus Deutschland erreichte Tosca-Maribel A. mit „Immer mehr, der Preis steigt“ den zweiten Platz bei den 15- bis 20-Jährigen. Ihr Bild zeigt eine überflutete Einkaufsstraße und entwirft eine dystopische Zukunft, in der steigende Meeresspiegel zur Normalität geworden sind.
Dorothee Bär: Jugendliche an MINT-Fächer heranführen
„Die Ozeane sind der größte Lebensraum auf unserem Planeten und bergen noch viele Geheimnisse. Durch Meeresforschung kommen wir diesen auf die Spur und können unserer Meere und Ozeane zukünftig besser schützen. In den prämierten Bildern und Filmen der Jugendlichen wird die Faszination der Meere eindrücklich deutlich. Wettbewerbe wie ‚jugend creativ‘ wecken das Interesse für unsere Natur und deren Verständnis schon früh. Das ist wichtig, um Jugendliche an MINT-Fächer heranzuführen. Wir brauchen dringend Expertinnen und Experten von Morgen, damit wir wieder Top-Technologieland werden“, erklärt die Bundesforschungsministerin Dorothee Bär.
Prämierte Kurzfilme: dokumentarisch, fiktional oder experimentell
Auch in der Kategorie Kurzfilm setzten sich junge Filmschaffende kreativ mit dem Wettbewerbsthema auseinander. Anders als bei den Bildern endet die Wertung hier auf nationaler Ebene, internationale Preise werden nur in der Bildgestaltung vergeben. Die Filme zeigen, wie vielfältig sich das Meer erzählen lässt: dokumentarisch, fiktional oder experimentell.
In der Kategorie Kurzfilm, die in Deutschland auf Bundesebene prämiert wurde, belegte „brandung“ von Madita K. und Lina K. aus Lübeck den ersten Platz. Der Film erzählt ganz ohne Worte eine poetische Geschichte über Sehnsucht, Erinnerung und die Verbundenheit zum Meer. Der zweite Platz ging an die Jean-Paul-Grundschule Coburg: 39 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren gestalteten gemeinsam einen Stop-Motion-Film, ein Unterwassermärchen über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt.
Den dritten Platz belegte „Buntblüter“ der Filmgruppe ZSL aus Delbrück. Die sieben Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren verpacken die Frage nach Chancen und Grenzen wissenschaftlicher Entdeckungen in ein Science-Fiction-Szenario und regen damit zum Nachdenken über Verantwortung und den Umgang mit Natur und Umwelt an.
Junge ermutigen, ihre Perspektiven zu zeigen
Schirmherr der 56. Wettbewerbsrunde Arved Fuchs, Expeditionsleiter in polaren Regionen, würdigte die Arbeiten in einer Videogrußbotschaft: „Mich beeindruckt, wie aufmerksam und differenziert sich die jungen Künstlerinnen und Künstler mit den Ozeanen auseinandersetzen. Ihre Arbeiten zeigen Verantwortung, Neugier und Hoffnung.“ Auch BVR-Präsidentin Marija Kolak hob den Blick der Preisträgerinnen und Preisträger auf die Welt hervor: „Die jungen Künstlerinnen und Künstler beobachten genau, was in der Welt geschieht. Wir möchten sie ermutigen, ihre Perspektiven einzubringen.“
Nächste Runde: „Traumwelten“
jugend creativ zählt zu den größten kreativen Bildungsinitiativen Europas. Genossenschaftsbanken aus sechs europäischen Ländern veranstalten den Wettbewerb jährlich in den Kategorien Bildgestaltung, Kurzfilm und Quiz. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 13 sowie Jugendliche bis 20 Jahre. Ab Anfang Oktober 2026 startet die neue Runde zum Thema „Traumwelten“, weitere Informationen gibt es ab September auf der Website.
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