Logo Jugend und FinanzenSchulserviceportalLogo

Aktuelles

© Foto: Fotolia/ Sergey Novikov

17. Shell-Jugendstudie sieht Generation im Aufbruch

„Die junge Generation befindet sich im Aufbruch. Sie ist anspruchsvoll, will mitgestalten und neue Horizonte erschließen“, sagt Studienleiter Professor Dr. Mathias Albert von der Universität Bielefeld. Rund 41 Prozent bezeichnen sich als „politisch interessiert“. Mit dem politischen Interesse ist auch die Bereitschaft zur Beteiligung an politischen Aktivitäten verbunden. Die etablierten Parteien profitieren jedoch nicht davon. Das größte Vertrauen genießen der Studie zufolge die Polizei, Gerichte sowie Menschenrechts- und Umweltschutzgruppen. Bei näherer Betrachtung der sozialen Herkunft zeigen sich Unterschiede: Den Optimismus teilen Jugendliche aus der sozial schwächsten Schicht weniger. Wie schon 2010 äußert sich nur ein Drittel von ihnen optimistisch zur eigenen Zukunft. In der oberen Schicht hingegen zeigen sich drei Viertel optimistisch – deutlich mehr als 2010.

Bildung bleibt zentrales Thema

Weniger zuversichtlich sind junge Menschen, was ihre Bildungs- und Berufsziele angeht. Jugendliche, die die Schule ohne Abschluss verlassen, haben schlechtere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden und anschließend eine geregelte Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Doch auch Jugendliche mit Schulabschluss können häufig nicht die ursprünglichen Berufswünsche verwirklichen. Aktuell erwarten fast drei Viertel, ihre Berufswünsche umsetzen zu können – ein gutes Viertel allerdings nicht. Unter Auszubildenden und bei Studierenden sind sich rund vier Fünftel (sehr) sicher, die eigenen beruflichen Wünsche verwirklichen zu können. Die soziale Herkunft spielt hierbei eine zentrale Rolle: Jugendliche aus der unteren Schicht (46 Prozent) sind deutlich weniger zuversichtlich, was die Realisierbarkeit der beruflichen Wünsche angeht, als Jugendliche aus der oberen Schicht (81 Prozent).

Über die Shell-Jugendstudie

Die Shell -Jugendstudie zeichnet seit 1953 nicht nur ein aktuelles Bild der Jugendgeneration, sondern gibt auch Denk- und Diskussionsanstöße. Durch die Langzeitberichterstattung ermöglicht sie es, Entscheidern eine Grundlage für gesellschaftliches und politisches Handeln bereitzustellen. So wurden für die aktuelle Shell-Jugendstudie 2015 anhand eines standardisierten Fragebogens 2.558 Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren aus den alten und neuen Bundesländern persönlich zu ihrer Lebenssituation, ihren Einstellungen und Orientierungen befragt. Ergänzt wurde dies durch qualitative, zwei- bis dreistündige vertiefende Interviews mit 21 Jugendlichen dieser Altersgruppe.

Zu den Ergebnissen der 17. Shell-Jugendstudie
 

Artikel per E-Mail weiterempfehlenArtikel per E-Mail weiterempfehlenArtikel auf Google+ teilen

Social-Datenschutz Dienste aktivieren  (Datenschutz)
Weitersagen


Lesen Sie auch…

Geld & Zahlungsverkehr

Kredite & Überschuldungsprävention

Finanzbildung vor Ort



printPageprintPageprintPage